
RIGENERA ist ein Projekt, das aus der Partnerschaft zwischen dem CIF (Consorzio Innovazione Frutta), APOT (Verband der Obst- und Gemüseerzeuger des Trentino) und xFarm , das von der Autonomen Provinz Trient kofinanziert wird und sich für einen regenerativen und digitalen Obstanbau im Trentino einsetzt, der durch nachhaltige Bodenbewirtschaftung und den Schutz der Biodiversität den Risiken des Klimawandels und der Umweltveränderungen begegnen kann.

Vor dem Hintergrund einer stetig wachsenden Aufmerksamkeit für ökologische und sozioökonomische Aspekte ist auch die Landwirtschaft aufgefordert, durch die Einführung innovativer Verfahren und Technologien aktiv dazu beizutragen, die Bodengesundheit zu schützen, die Kohlenstoffbindung zu fördern, die Biodiversität zu steigern und Klimarisiken zu mindern, wobei gleichzeitig die Produktivität der Betriebe gewährleistet bleibt. Das Projekt RIGENERA zielt darauf ab, ein Protokoll für regenerative Landwirtschaft zu entwickeln und zu validieren, das auf das Obstbausystem im Trentino anwendbar ist, und damit den Übergang zu einem widerstandsfähigeren Produktionsmodell zu unterstützen, das auf einer effizienteren Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen basiert. Das Produktionssystem APOT, zu dem die Konsortien Melinda und La Trentina gehören, repräsentiert fast den gesamten Obstbau im Trentino: ein Sektor, der sich über 10.500 Hektar erstreckt, 7.800 Obstbauern zählt und eine durchschnittliche Betriebsfläche von 1,4 Hektar auf 30.200 Parzellen aufweist, wovon allein APOT 9.000 Hektar und fast 5.000 Erzeuger umfasst.
Die Projektaktivitäten gliedern sich in drei spezifische Maßnahmen: i) Ermittlung und Beschreibung der wichtigsten klimatischen Herausforderungen, die sich auf den Obanbau im Trentino auswirken können, durch eine mittel- und langfristige Klimarisikoanalyse; ii) Umsetzung und Überwachung regenerativer Anbaumethoden an einer repräsentativen Stichprobe von etwa 60 Betrieben, die über verschiedene Gebiete des Trentino verteilt sind und sowohl die integrierte als auch die biologische Produktionsweise repräsentieren, einschließlich der Erhebung von Daten zur Biodiversität und Bodengesundheit; iii) Ausarbeitung eines Protokolls für regenerative Landwirtschaft, das auf das gesamte APOT-Produktionssystem übertragbar ist und mit den Biodiversitätsdaten sowie den Ergebnissen der Klimarisikoanalysen verknüpft wird. Hinzu kommen übergreifende Maßnahmen wie iv) die Zusammenarbeit zwischen den Partnern und v) die Verbreitung und Weitergabe von Wissen an die Landwirte durch Workshops und Fachtreffen vor Ort.
Die wichtigsten erwarteten Ergebnisse sind die Ausarbeitung und Validierung eines operationellen Protokolls für regenerative Landwirtschaft in der Praxis, die Einbindung von Daten zur Biodiversität und zur Klimarisikoanalyse in einen einheitlichen Entscheidungsrahmen sowie die großflächige Einführung der ermittelten Praktiken zum Nutzen der rund 5.000 Erzeuger und der 9.000 Hektar, die von APOT vertreten werden.
Das Trentino mit seiner langjährigen Obstbautradition, dem gut strukturierten Genossenschaftssystem der Konsortien Melinda und La Trentina sowie seinem starken Fokus auf Innovationen im Agrar- und Umweltbereich bietet ideale Voraussetzungen für die Erprobung und Etablierung von Ansätzen, die Produktivität, Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit miteinander verbinden.

LAUFZEIT: 36 Monate (vom 7. Juli 2025 bis zum 7. Juli 2028)
PROGRAMM: Maßnahme SRG01 zur Unterstützung der PEI-AGRI-Arbeitsgruppen des Strategischen Plans der GAP 2023–2027 und des dazugehörigen Ergänzungsplans für die Entwicklung des ländlichen Raums der Autonomen Provinz Trient
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